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Chronik
1100 - 1900
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1155
27. November: Erste urkundliche Erwähnung von Boll durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der dem Hochstift Konstanz die Propstei Boll als zinspflichtig bestätigte.
1595
Herzog Friedrich I. lässt auf dem Gelände des heutigen Kurbereichs Bad Boll nach Salz suchen. Stattdessen werden in knapp zwanzig Metern Tiefe Schwefelquellen entdeckt, die den Grundstein für die spätere Entwicklung zum Kurort legen.
1885
Gründung einer Pflichtfeuerwehr in Boll zur Sicherstellung des Brandschutzes in der Gemeinde.
1896
Anschaffung einer Spritzenkutsche sowie einiger Roll- und Saugschläuche für die Pflichtfeuerwehr, was die erste nennenswerte Ausrüstung darstellt.
1900 - 1940
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1909
8. April: 104 Feuerwehrleute treffen sich im Saal der Arbeitsschule in Boll zur Beratung über die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. 87 von ihnen sprechen sich dafür aus.
1910
28. April: Offizielle Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Boll unter Vorsitz von Schultheiß Pflüger, nachdem das königliche Oberamt Göppingen die Statuten geprüft und genehmigt hatte. Fabrikant Gottlob Gaißert wird zum ersten Kommandanten gewählt.
Anfang August: Erste Teilnahme der neu gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Boll mit 70 Mitgliedern am 15. Landesfeuerwehrfest in Göppingen.
1911
Februar: Auf besondere Einladung König Wilhelms II. von Württemberg nimmt eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Boll an der Geburtstagsfeier seiner Majestät teil.
1913
Die Boller Feuerwehr leistet Löschhilfe beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Dürnau, was die gute Zusammenarbeit mit Nachbarwehren demonstriert.
1914
Ein Brand in der Boller Ortsmitte fordert die Feuerwehr heraus. Im selben Jahr beginnt der Erste Weltkrieg, der viele Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst einberuft und die Wehr auf 70 Mitglieder reduziert.
1918
Ende des Ersten Weltkriegs. Viele Feuerwehrkameraden sind gefallen oder kehren traumatisiert zurück.
1919
Neuaufstellung der Boller Feuerwehr nach dem Krieg unter Kommandant Gaißert. Die Mitgliederzahl wird wieder auf 104 Feuerwehrmänner angehoben.
1924
Ein von zündelnden Kindern verursachter Waldbrand auf der Boller Heide erfordert große Anstrengungen der Feuerwehr. Als Reaktion darauf wird ein kleines Gerätehaus in Sehningen errichtet und ein wendiger Hydrantenwagen angeschafft, um auch im unteren Ortsteil rasch einsatzfähig zu sein.
1932
Die Feuerwehr bekämpft erfolgreich einen Brand in einem Wohnhaus in der Gruibinger Straße.
1934
Georg Wohlfarth wird zum Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Boll gewählt.
1937
Die Feuerwehr bewältigt einen Brand eines Wohnhauses in der Hauptstraße. Im selben Jahr wird eine Motorspritze vom Typ TS-8 angeschafft, was einen bedeutenden technischen Fortschritt darstellt.
1938
Das Gesetz über das Feuerlöschwesen tritt in Kraft, welches die Feuerwehr als technische Polizeitruppe der Zuständigkeit des Reichsministers des Innern unterstellt. Wie fast alle Organisationen wird die Boller Feuerwehr damit gleichgeschaltet und bis 1945 keine Freiwillige Feuerwehr.
1939
Beginn des Zweiten Weltkriegs. Erneut werden viele Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst eingezogen.



1940 - 2000
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1945
Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Feuerwehr steht vor der Herausforderung, neue Mitglieder zu gewinnen und die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen.
1947
Die Feuerwehr verhindert Schlimmeres beim Brand im Kohlenbunker des Kurhauses Bad Boll, der durch Unachtsamkeit eines Bediensteten entstanden war.
1951
Beim Brand eines Bauernhofs in Eckwälden rettet die Feuerwehr durch selbstlosen Einsatz die Familie und das Vieh und verhindert das Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude.
1960
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums erhält die Freiwillige Feuerwehr Boll von der Gemeinde ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF 8, was die Einsatzfähigkeit erheblich verbessert.
1974
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Boll beginnt mit der Tradition der jährlichen Maibaum-Aufstellung, die bis heute ein wichtiger Teil des Ortslebens ist.
1978
Gründung der Jugendfeuerwehr Bad Boll, eine der ersten im Landkreis Göppingen. Im selben Jahr wird das moderne Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 von Ziegler in Dienst gestellt, das das alte LF 8 ersetzt.
1979
März: Die Feuerwehr bekämpft einen Brand im Gasthaus "Löwen" in Eckwälden, bei dem trotz schnellen Eingreifens ein Sachschaden von über 100.000 DM entsteht.
1986
Eine schwere Unwetterkatastrophe trifft Bad Boll und Umgebung. Die Feuerwehr ist zwei Tage lang im Dauereinsatz, um gegen die Wassermassen anzukämpfen.
1989
Indienststellung des ersten Mannschaftstransportwagens, ein aus Beständen der Göppinger Bereitschaftspolizei gekaufter und in Eigenleistung restaurierter Mercedes-Benz DB 508.
1994
Indienststellung des Tanklöschfahrzeugs TLF 16/25, das mit seinem 2.500-Liter-Wassertank besonders für Einsätze außerorts geeignet ist.
2000 - heute
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2001
Mai: Der alte Mannschaftstransportwagen wird durch einen modernen Mercedes-Benz Sprinter 313 CDI ersetzt, der vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet.
2003
Oktober: Nach 25 Dienstjahren wird das LF 16 durch ein neues LF 16/12 ersetzt, das mit modernster Technik ausgestattet ist.
2007
Die Gemeinde erhält das Prädikat "Bad" für die Gesamtgemeinde, was auch für die Feuerwehr eine Namensänderung bedeutet.
2010
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Boll feiert ihr 100-jähriges Jubiläum mit verschiedenen Festveranstaltungen und erhält eine neue Fahne von der Gemeinde.
2017
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Boll erhält als Ersatz für einen Tragkraftspritzenanhänger einen modernen GW-T mit Ladebordwand und brandschutztechnischer Beladung.
2021
Die Feuerwehr Bad Boll bezieht ihr neues Feuerwehrhaus in der Badstraße 65. Das moderne Magazin erfüllt alle Anforderungen an die Arbeitssicherheit und wird durch getrennte Räumlichkeiten für Feuerwehrfrauen und – männer dem Anspruch einer modernen Feuerwehr gerecht.


